LandesAstenKonferenz Berlin Stellungnahmen

Offener Brief an das Präsidium der HU Berlin

Der AStA der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) enthält sich der Unterzeichnung des Briefes

Offener Brief an das Präsidium der HU Berlin

Nach einer "Kleinen Anfrage" des AfD-Abgeordneten Martin Trefzer im Berliner Abgeordnetenhaus, die u.a. nach den Namen der Referent*innen des AStA der TU, der FU und des RefRats (ges. AStA) der HU Berlin fragte, verklagte als einzige Universität das Präsidium der HU ihre Studierendenvertretung auf Herausgabe der Namen. Darüber hinaus forderte das Präsidium das Studierendenparlament zu einer Satzungsänderung auf. Bereits einige Wochen vorher wurde ein Statusgruppenveto der Studierenden
im Akademischen Senat übergangen.

Im August wurde außerdem die Quotierung im Studierendenparlament der HU durch das Präsidium aufgehoben. In einem weiteren Brief teilte das Präsidium ihre Vorstellungen von Änderungen der Verwaltungsvereinbarung, die die Zusammenarbeit zwischen Studierendenschaft und Universität regelt, mit. Unter anderem plant die Universitätsleitung zukünftig von studentischen Initiativen, Beratungen und Kinderladen Miete für ihre Räume verlangen. Auch die Rechtmäßigkeit von Fachschaftsinitiativen wird angezweifelt.

Dies zeigt eine neue Qualität der Politik gegen Studierende, die nur vor dem Hintergrund des allgemeinen Rechtsruck in der Gesellschaft zu sehen ist und sich in viele weitere Angriffe auf die Verfasste Studierendenschaft in Berlin und bundesweit einreiht.

Wir stehen solidarisch hinter der Verfassten Studierendenschaft und dem RefRat der HU. Wir fordern das Präsidium der HU auf, seine Klage gegen den RefRat, die erzwungenen Satzungsänderungen und die Aufhebung von Beschlüssen des Studierendenparlaments zurückzuziehen.

Wir verurteilen die eskalativen und skandalösen Eingriffe des Präsidiums der HU in die Autonomie der Verfassten Studierendenschaft und alle Angriffe auf studentische Rechte insgesamt.

Genauere Infos unter: http://www.refrat.de/news.html

Stellungnahme der LAK Berlin zur Polizeirazzia im AStA der Goethe-Universität Frankfurt am 13.04.2017

Die LAK Berlin kritisiert den Einsatz der Frankfurter Polizei am 13.4.2017 auf dem Campus der Goethe-Universität Frankfurt als übertrieben und unverhältnismäßig.

Am 13. April 2017 hatte die Polizei die Räume des AStAs der Uni Frankfurt und des Café Koz im dortigen Studierendenhaus gestürmt und die dort Anwesenden erkennungsdienstlich behandelt, d.h. es wurden Finger- und Handabdrücke der Anwesenden aufgenommen, Fotos gemacht und die Personalien festgestellt. Des Weiteren wurde ein Mensch aus Ghana in Gewahrsam genommen, der an einem Treffen der Projektgruppe „Project Shelter“ teilgenommen hat. Angeblich hätte er gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen. Später wurde die Person wieder freigelassen. „Project Shelter“ ist eine Projektgruppe, die wohnungslose Geflüchtete unterstützt.

Der Einsatz stellt einen massiven Eingriff in die Rechte der Universität dar, zumal die Universitätsleitung vorher nach eigenen Angaben nicht informiert wurde.
Des Weiteren verletzt dieser Eingriff die Rechte der Studierendenschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts in besonders gravierendem Maße, da u.a. gegen das Hausrecht der verfassten Studierendenschaft verstoßen wurde.
Darüberhinaus stellen die selbstverwalteten Räume der Studierendenschaft in ihrer Funktion als Freiraum ein hohes Schutzgut dar, in das von staatlicher Seite nicht ohne Weiteres eingegriffen werden darf.

Dem vorausgegangen war eine Protestaktion, die sich gegen das Maritim-Hotel in Frankfurt gerichtet hatte. Bei dieser Aktion soll Pyrotechnik eingesetzt und Scheiben eingeschlagen worden sein, anschließend sollen beteiligte Personen in die Richtung des Campus der Goethe Universität gelaufen sein.
Die Polizei sei davon ausgegangen, dass die Demonstrant*innen sich in den oben genannten Räumlichkeiten befinden und ist aufgrund dieser Annahme mit unverhältnismäßiger Härte in die Räume des Studierendenhauses eingedrungen. Als die anwesenden Mitglieder des AStAs auf ihr Hausrecht hinwiesen, wurden sie aus ihren Büros geschubst.

Berliner Landes-ASten-Konferenz stellt Forderungskatalog für neuen Berliner Senat auf

Gegenwärtig verhandeln SPD, Linke und Grüne in Berlin über einen Koalitionsvertrag, der die politischen Ziele für die kommende Legislatur absteckt. Zu den Koalitionsverhandlungen für den neuen Berliner Senat stellt die Landes-ASten-Konferenz Berlin einen umfassenden Forderungskatalog auf.

Der Katalog umfasst 25 Punkte in den Bereichen Studium und Lehre, soziale Rahmenbedingungen sowie grundlegende Hochschulstruktur. Das übergeordnete Ziel der durch die LAK angeregten Maßnahmen ist die soziale Öffnung der Hochschulen auf allen Ebenen als Voraussetzung für ein faires, freies und erkenntnisorientiertes Hochschulsystem.

Die Forderungen der LAK Berlin gegenüber dem neu gewählten Berliner Senat verlaufen entlang der im Folgenden genannten Oberpunkte.

Eine ausführliche Version des Forderungskatalogs mit Erläuterungen zu sämtlichen Punkten findet sich auf der Homepage der LAK unter https://www.lak-berlin.de/forderungskatalog-der-lak-berlin-ggu-dem-neu-gewahlten-berliner-senat/.

  • Abschaffung von Zwangsberatungen, Zwangsexmatrikulationen und Anwesenheitspflicht
  • Reduzierung des Workloads & Ermöglichung eines selbstbestimmten und kritischen Studiums
  • BAföG-Erhöhung
  • Mieten wirklich bremsen!
  • Einführung der Viertelparität in akademischen Gremien
  • Demokratische Neuaushandlung der Hochschulakkreditierung
  • Einführung einer berlinweiten Zivilklausel
  • Ausfinanzierung des Grundbedarfs der Berliner Hochschulen
  • Verzicht auf prekäre Beschäftigung & Befristungen an Hochschulen
  • uni-assist abschaffen & Hochschulen für Geflüchtete öffnen
  • Antirassismus, Barrierefreiheit und Inklusion

Kontakt:

Landes-ASten-Konferenz Berlin / Geschäftsstelle
Mail: info@lak-berlin.de
Telefon: +49 171 1554542